Marianne Frostig (1906 – 1985) verknüpfte in ihrer Arbeit Elemente der Pädagogik, Psychologie, Neurologie, Neuropsychologie und Soziologie. Sie arbeitete als Sozialarbeiterin, Lehrerin und Psychologin. Ihre ganzheitliche, kindorientierte, pädagogisch-therapeutische Förderung vor allem teilleistungsgestörter, lerngestörter, emotional und sozial benachteiligter Kinder machte sie bekannt.

In ihrem Ansatz legte sie großes Gewicht auf die diagnostische Beobachtung und Beurteilung der Stärken und Schwierigkeiten eines Kindes, die Individualisierung, Motivation, eine vielfältige Methodik sowie ein systematisches Vorgehen.

Der nach ihr benannte „Frostig Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung“ (FEW), den Sie Ende der 50er Anfang der 60er Jahre mit Kollegen entwickelte, wird bis heute verwandt. Eine diagnostische Differenzierung visueller Wahrnehmung wurde damit ermöglicht.