Neurotraining dient der Wiederherstellung gestörter Hirnleistungsfunktionen nach Schädigungen des zentralen Nervensystems.

Das Training beübt Hirnfunktionen, Lern- und Problemlösungsstrategien. Nebenbei zielt es auf eine Verbesserung der fein- und grobmotorischen Fertigkeiten sowie der Koordination ab und bietet Raum, das Verhalten des Patienten und die Krankheitsverarbeitung zu thematisieren.

Der Aufbau des Neurotrainings ist kompetenzorientiert: Zunächst wird auf der Basis gut erhaltener Funktionsbereiche geübt, schrittweise wird dann auf die gestörten Funktionen eingegangen. Der Patient erfährt dadurch unmittelbar, welche Hirnleistungen intakt sind und wo seine Schwierigkeiten liegen. Dies kann zu einer besseren Selbsteinschätzung und Selbstakzeptanz verhelfen.

Durch Alltagsbezug und die Anpassungsfähigkeit trägt das Neurotraining auch zur Interessenfindung des Patienten bei. Von besonderer Bedeutung ist dies bei Patienten, die durch ihre Erkrankung früheren Hobbys nicht mehr nachgehen können. Umgekehrt können bestehende Interessenbereiche genutzt werden, um Motivation und Lernbereitschaft zu erhöhen.